Im Porträt: Marco Bontekoe

Am Puls des (eingeschränkten) Lebens

Wer sind die Menschen, die sich meist «hinter den Kulissen» für das SRK im Kanton Luzern engagieren? Im Fokus: Marco Bontekoe.
Porträt von Marco Bontekoe

Welches sind deine Hauptaufgaben? 

Marco Bontekoe: Ich bin Bereichsleiter Soziales und fungiere zudem als stellvertretender Geschäftsführer. Die strategische Planung, Entwicklung, Koordination und Umsetzung unserer Dienstleistungen und Projekte gehören zu meinen wichtigsten Aufgaben. Zusätzlich bin ich zusammen mit einem qualifizierten Team für die strategische und operative Umstellung und Abwicklung sämtlicher IT-Projekte zuständig. Im Mai bin ich ausserdem in den Vorstand des Vereins Vicino gewählt worden. Der Verein engagiert sich für selbstbestimmtes und sicheres Wohnen im Alter. 

Welchen Background hast du? 

M.B.: Als gelernter Pflegefachmann HF stand für mich der Mensch immer schon im Fokus. Auf meiner beruflichen Laufbahn habe ich meinen «Rucksack» mit verschiedenen Kompetenzen gefüllt. Dazu gehören die Begleitung von Lernenden, Erwachsenenbildung, Führung und Leadership, Prozess- und Projektmanagement sowie ein Abschluss in Verbandsmanagement. Diese vielfältigen Erfahrungen fliessen in meinen Arbeitsalltag ein, der sehr vielseitig, dynamisch und oft auch herausfordernd ist. Privat hege ich eine tiefe Wertschätzung für jedes einzelne Familienmitglied und investiere meine Freizeit gerne in unsere drei Kinder. 

Eine gute Zusammenarbeit mit verschiedenen Anspruchsgruppen, Netzwerkpartnern und Teams ist essenziell.
Marco Bontekoe

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus? 

M.B.: Ich stehe im ständigen Austausch mit unseren Mitarbeitenden und den Menschen, die unsere Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Das Rote Kreuz blickt dabei oft tief in die persönliche Lebenssituation unserer Kundschaft. Menschlichkeit ist für uns kein Wort, sondern eine Haltung, die auf allen Ebenen gelebt wird. Gleichzeitig müssen wir als Hilfswerk auch effektiv und effizient sein. Diese Balance herzustellen, ist Teil meines Jobs. Dabei ist eine gute Zusammenarbeit mit verschiedenen Anspruchsgruppen, Netzwerkpartnern und Teams essenziell. Aktuell nimmt auch die Digitalisierung des SRK Kanton Luzern viel Zeit in Anspruch. 

Deine grössten Herausforderungen? 

M.B.: Wir müssen einerseits die sich ständig wandelnden Bedürfnisse im Blick haben, um mit neuen Angeboten reagieren und die Menschen entsprechend unterstützen zu können, und gleichzeitig die Qualität unserer aktuellen Dienstleistungen und Projekte sicherstellen. Dazu braucht es ausreichend finanzielle Mittel und personelle Ressourcen. Die Balance zwischen Anpassungsfähigkeit und Qualitätssicherung ist essenziell für den langfristigen Erfolg – auch für eine Organisation wie das Rote Kreuz. Herausfordernd sind zudem die Entwicklung und Integration von IT-Projekten zur Verbesserung unserer Dienstleistungen und Angebote. 

Was freut dich besonders? 

M.B.: Wenn wir durch unsere Arbeit einen positiven Unterschied im Leben von Menschen in schwierigen Lebenslagen machen können. Es ist erfüllend zu sehen, wie unsere Unterstützung dazu beiträgt, dass Menschen wieder Hoffnung schöpfen und ihre Lebensqualität verbessern können. Zudem schätze ich die Zusammenarbeit mit der gesamten SRK-Familie und mit anderen Organisationen, die Menschen in herausfordernden Lebenssituationen unterstützen.