Frau O. lebt in einem ruhigen Quartier in der Stadt Luzern. Die rüstige Rentnerin steht jeden Morgen um sechs Uhr auf und bereitet ihrem Sohn, der im gleichen Haus wohnt, das Frühstück zu, bevor dieser zur Arbeit fährt. Sie besorgt den ganzen Haushalt selbständig und kocht selber, nur zum Einkaufen geht sie nicht mehr, das erledigt ihr Sohn für sie. So ein Haushalt gäbe ja nicht viel zu tun und sie hätte ja Zeit, meint sie verschmitzt.
Den Tag verbringt sie in ihrer gemütlichen Wohnung, schaut fern, hört Radio oder gönnt sich eine Pause auf ihrem bequemen Liegestuhl. Auch ein kurzer Schwatz bei ihren Nachbarn steht oft auf dem Programm. Sie fühlt sich gut aufgehoben, ihre beiden Söhne und ihre Nachbarn würden schon gut auf sie aufpassen, erzählt sie. Sicherheit gibt ihr und ihren Angehörigen auch der SRK Notrufdienst.
Erna Lütolf, seit 35 Jahren beim SRK Luzern tätig, davon 28 Jahre Leiterin des Notrufdienstes, kennt viele ihrer Notrufklienten persönlich und nimmt sich ihrer Anliegen an; sie schätzt den Kontakt zu ihren Kunden sehr. Am Anfang startete sie diese Dienstleistung mit vier Geräten und installierte sie gleich selber bei den Kundinnen und Kunden. Heute sind 655 Benutzer und Benutzerinnen am Notrufdienst angeschlossen. Auch heute übernimmt Frau Lütolf ab und zu den Piquet-Dienst fürs Wochenende um nah am Kundengeschehen dranzubleiben. Mit Theateraufführungen in Altersheimen oder bei der Spitex zum Thema Notruf sensibilisiert sie die älteren Menschen für solche Notrufsituationen.
Das SRK Notrufsystem kann allein lebenden älteren, kranken oder behinderten Menschen ungemein Sicherheit geben; bei Unwohlsein, einem Sturz oder einem sonstigen Unfall ist man innert Sekunden mit der Notrufzentrale verbunden und das 24 Stunden am Tag. Diese leitet rasch die nötigen Hilfemassnahmen ein. Der Notruf wird regelmässig vom SRK auf seine Funktionstüchtigkeit kontrolliert und gewartet.